Unsere nächsten Termine

 

Münchner Erzählcafe

Senioren

Nie war die Vielfalt der Lebenssituationen von Menschen in der nachberuflichen Zeit größer als heute – und damit auch die Wünsche nach Bildung und Weiterlernen. Das Münchner Bildungswerk bietet dazu ein großes Spektrum an unterschiedlichen Veranstaltungen. Die thematische Vielfalt orientiert sich an den Interessen und Bedarfen von Seniorinnen und Senioren und ist deshalb „bunt wie das Leben“.

 

Münchner Erzählcafe

Image

Im Erzählcafé erzählen Mitbürgerinnen und Mitbürger Geschichten aus dem Münchner Alltag. Erinnerungen und Erlebnisse lassen Zeitgeschichte lebendig werden. Wir laden Menschen aller Generationen ein, zuzuhören und dabei eigene Erinnerungen wach werden zu lassen. Dadurch bekommt gelernte Geschichte bunte Bilder. Wir freuen uns, wenn die Zuhörerinnen und Zuhörer eigene Erinnerungen und Geschichten dazu erzählen oder mit Fragen das Gespräch bereichern.

Ort: Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 80802 München (U-Bahn Giselastraße)
Zeit: jeweils 15.00 – 17.00 Uhr
Ablauf: ab 14.30 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen und Zeit zum Gespräch
Kosten: 5 Euro an der Tageskasse / ermäßigt mit München-Pass 2 Euro
Leitung und Moderation: Dorothee Fichter und Birgit Lipowsky

 

14. Oktober 2017, 15.00 Uhr

Johanna Rumschöttel

Engagement zwischen Kindern, Kultur und Kommunalpolitik

Mit Einsatz die Gesellschaft mitgestalten Johanna Rumschöttel, geb. 1946, wuchs zwischen München und dem Schliersee auf. Statt ihres ursprünglichen Ziels „Kinderärztin“ absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung und wurde Bibliothekarin. Sie war als Mutter für sieben Kinder verantwortlich. In Oberhaching baute sie 15 Jahre das Kulturamt auf, bevor sie im Jahr 2000 als erste Frau zur 1. Bürgermeisterin von Neubiberg gewählt wurde. 2008 eroberte sie als SPD-Landrätin im Landkreis München eine weitere Männerdomäne. Im Ruhestand ist Frau Rumschöttels Erfahrung in vielen Gremien gefragt: Sie wurde als erste Frau und Quereinsteigerin zur Vorsitzenden des Katholikenrates der Region München gewählt. Außerdem ist sie ehrenamtlich u.a. für das Münchner Bildungswerk, dem Parität. Wohlfahrtsverband und dem Roten Kreuz tätig. Johanna Rumschöttel hat viele Geschichten über Zufälle und Frauen in Männerdomänen zu erzählen.

 

04. November 2017, 15.00 Uhr

Hadumod Bußmann

Mein Leben zwischen Forschen, Lehren, Kämpfen und Schreiben

Geboren 1933 in Frankfurt a. M. erlebte Hadumod Bußmann dort glückliche Schuljahre, jäh unterbrochen durch kriegsbedingte Ereignisse. Nach dem Abitur arbeitete sie sieben Jahre im S. Fischer Verlag. Die Erkenntnis, als Frau ohne Hochschulabschluss geringe Chancen auf selbstständige Berufsarbeit zu haben, führte sie zu Studium und Promotion nach München und anschließend zu einer 30-jährigen Dozentenlaufbahn als Sprachwissenschaftlerin. Als Universitätsfrauenbeauftragte (1990–1997) kämpfte sie für die Gleichstellung von Frauen, besonders für die Förderung von jungen Wissenschaftlerinnen. Sie publizierte ein umfangreiches „Lexikon der Sprachwissenschaft“ sowie Untersuchungen zu „Sprache und Geschlecht“. Aktuell erforscht sie die ungewöhnliche Biographie der Wittelsbacher Prinzessin Therese (1850–1925), einer engagierten Naturforscherin, Weltreisenden und Schriftstellerin.

16. Dezember 2017, 15.00 Uhr

Annette Krauß

Krippen zeigen Bilder des Lebens
Krippenbauerin nicht nur zur Weihnachtszeit

Annette Krauß, geb. 1958, ist als Evangelische mit einer Weihnachtskrippe groß geworden – aber erst im Alter von 49 Jahren erfasst sie der „Krippenvirus“. Seither ist die Kulturjournalistin im Zweitberuf „Krippenbauerin“ und be- treut zwei Jahreskrippen in katholischen Münchner Kirchen. Sie ist überzeugt: Krippen zeigen Bilder des Lebens – den verzweifelten Schmerz und die überströmende Freude, den Stachel des Todes und den Augenblick, wenn der Himmel offen steht. Zum hundertjährigen Jubiläum der „Münchner Krippenfreunde“ in diesem Advent konzipierte sie eine Aus- stellung zur Krippengeschichte Münchens in der Rathaus- galerie. Die Schwabingerin ist seit 31 Jahren verheiratet – ihr Mann und der gemeinsame Sohn unterstützen sie in ihrem Engagement

 

20. Januar 2018, 15.00 Uhr

Carlheinz Zobel

Mit ganzem Herzen in der DDRund im wiedervereinten Deutschland
Vom Kulturleben in Leipzig und München

Carlhein Zobel, geb. 1947, wuchs in Leipzig als Sohn einer selbstständigen Schneidermeisterin auf. Sein Abitur erreichte er durch eine Ausbildung zum Maschinenbauer in der DDR. Als Volontär war er bei der Vorbereitung zum Aufbau des 2. DDR Fernsehens dabei und begann ein Studium an der Filmhochschule Potsdam/Babelsberg. Im „Haus Leipzig“ wurde er „Instrukteur für Kultur“. Bei der Organisation von kulturellen Veranstaltungen hatte er u.a. Kontakt zu den Musikern der Bands „Silly“, „Pankow“ und „Karat“. Nach dem Mauerfall zog Carlheinz Zobel nach München/Schwa- bing. Er arbeitete als Versicherungsvertreter, wurde Wirt im Neuperlacher Theatercafé PEPPER und leitete schließlich 15 Jahre lang das Kulturhaus Neuperlach und das Pepper Theater, das das kulturelle Leben Neuperlachs bereichert.